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Rückblick: Mittwoch 26. Januar 2005 um 19:00 Uhr Herten

Dirk Schmidt: Spam-Politik

Ein Vortrag zu einem leider immer noch aktuellen Problem, frisch vom
21. CCC-Kongress 2004 aus Berlin: Dirk Schmidt zum Thema Spam-Politik

"Spam ist ein nicht einfach zu fassender Begriff. Unterschiedliche Perspektiven auf die Spam-Phänomene, entgegenstehende Interessen und die Historie führen zu unterschiedlichen Problemdarstellung und schließlich Lösungsvorschlägen für die Spam-Bekämpfung. Dieser widmet sich der Vortrag aus politischer Sicht, zeigt Akteure, ihre Ziele und Lösungen auf. Komplexer wird die Spam-Bekämpfung dadurch, dass sie von Entwicklungen in anderen IT-Bereichen beeinflusst wird, die auch eine Infrastruktur für andere Zielsetzung - z.B. Lösungen für den Schutz von Verwertungsrechten - bieten können."

In diesem Vortrag ging es nicht um technische Abwehrmaßnahmen gegen Spam, sondern um Möglichkeiten politisch-rechtlich gegen Spam vorzugehen.


Diesen Vortrag hat Dirk Schmidt bereits am 29. Dezember 2004 anläßlich des 21. Chaos Communication Congress im Berliner Congress Center gehalten.
Auf den Webseiten des CCC gibt es u.a. die Vortrags-Ankündigung und die Folien als PDF (1,7MB).


Und telepolis (Heise-Verlag) schreibt zum Vortrag beim CCC:
Dass Spambekämpfung nicht nur ein technisches sondern auch ein politisches und juristisches Problem sei, erläuterte Dirk Schmidt in einem Vortrag zu Spam-Politik. Vor allem die unterschiedlichen Ansätze in den USA und der Europäischen Union seien ein Problem: Während in der EU rechtlich grundsätzlich auf Opt-In-Verfahren gesetzt wird, gilt in den Vereinigten Staaten das Prinzip des Opt-Out: Nur wer auf einer Negativliste steht, gilt als spamunwillig.
 
Schmidt bemängelte, dass es kaum seriöse Zahlen über den durch Spam verursachten wirtschaftlichen Schaden finden ließen. Kritik gab es auch daran, dass sich auf größerer institutioneller Ebene wie UN und OECD bislang wenige des Problems annähmen, doch hier sei auf absehbare Zeit Besserung in Sicht - Spam ist ein globales und kein regional zu lösendes Problem des Netzes. Allerdings sind viele Politiker nur mit einem eingeschränkten Bewusstsein neuer Probleme bei der Spambekämpfung ausgestattet.


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